Warum sind Schutzimpfungen wichtig?

In der Vergangenheit konnten durch Impfungen unzählige Menschenleben gerettet und gefährliche Infektionskrankheiten (etwa Kinderlähmung, Pocken, Typhus, Cholera, FSME) ganz zum Verschwinden gebracht oder stark eingedämmt werden. Beispiel Kinderlähmung: Von 1946 bis 1961 gab es noch 12.620 Erkrankungs- und 1.426 Todesfälle in Österreich. Von 1962 bis 1980 verringerte sich die Zahl der Erkrankungen auf 37 und die der Todesfälle auf sechs. Heute gibt es in Österreich keinen Fall von Kinderlähmung mehr. Das ist ausschließlich der Polio-Schluckimpfung zu verdanken.

Doch auch heute gehören Schutzimpfungen zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Alle Geimpften können im Regelfall vor der Krankheit geschützt werden. Zudem können Krankheiten, die nur von Mensch zu Mensch übertragen werden (u. a. Kinderlähmung, Hepatitis B, Masern, Keuchhusten), bei einer anhaltend hohen Durchimpfungsrate eliminiert werden.

Vor Erreichen der notwendig hohen Durchimpfungsrate werden Infektionen bei Nichtgeimpften zwar seltener, aber die Erkrankungen ereignen sich in einem höheren Alter, weil sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Infektionskrankheit verlangsamt. Da bei manchen Krankheiten, z. B. bei Masern, Erkrankungen mit steigendem Alter schwerer verlaufen, können Nichtgeimpfte, die später infiziert werden, schwerer erkranken. Es ist daher dringend empfehlenswert, die Impfungen rechtzeitig durchzuführen.

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