3. Forderung

Vereinfachung und Verbesserungen des Impfvorsorge-Managements
Die prinzipielle Impfbereitschaft und die Einstellungen der ÖsterreicherInnen zur „Schutzimpfung“ sind nach wie vor ungebrochen positiv. Deutliche Informations- und Wissensdefizite gibt es in der Bevölkerung aber bzgl. des aktuellen persönlichen Impfstatus und im Bereich der Impferinnerung. Ebenso wünschen sich die ÖsterreicherInnen generell mehr Information über wichtige Schutzimpfungen und eine koordinierende Impfstelle (primär den Arzt/die Ärztin).

Die Gesundheitspolitik muss dem starken Wunsch der Bevölkerung nach Erleichterung und besserer Koordination im Bereich Impfvorsorge und Auffrischungsimpfungen nachkommen. Die BürgerInnen haben ein Recht auf ein modernes und effizientes Impfmanagement. Das Forum Impfschutz fordert darum die Etablierung von ÄrztInnen als Impfmanager, die den aktuellen Impfstatus bei jedem Arztbesuch kontrollieren (WHO Standard) und die PatientInnen an Auffrischungsimpfungen erinneren.

Damit ÄrztInnen diese Funktion optimal wahrnehmen können, müssen sie kontinuierlich über neue Impfstoffe informiert werden. Ebenso ist eine regelmäßige Schulung in der Anwendung innovativer Impfstoffe notwendig. Das Forum Impfschutz verlangt daher auch eine regelmäßige, verpflichtende und für ÄrztInnen anrechenbare „Impf-Fortbildung“. Dies ist die vernünftigste Lösung, um zu gewährleisten, dass ÄrztInnen ihren PatientInnen immer den bestmöglichen Impfschutz anbieten können.

Das Anliegen „ÄrztInnen als koordinierende Impfstelle“ geht Hand in Hand mit der Forderung nach mehr Transparenz und Erleichterung in der Kontrolle des persönlichen Impfstatus. Die e-card könnte hier das geeignete Instrument zur Verankerung der Impfdaten sein – eine Maßnahme, die die Mehrheit der ÖsterreicherInnen auch sehr begrüßen würde.