2. Forderung

Erhöhung der Durchimpfungsraten in Österreich
Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Präventiv-Maßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Hohe Durchimpfungsraten verhindern die Ausbreitung von gefährlichen Infektionskrankheiten und führen dazu, dass viele dieser Erkrankungen sogar eliminiert werden (z. B. Pocken). Durch die Verfügbarkeit neuer, innovativer Impfstoffe kommt der Krankheitsprävention heute mehr Bedeutung zu als je zuvor. Mangelhafte Information und Koordination bzgl. des optimalen Impfschutzes und die fehlende Kostenbeteiligung seitens der öffentlichen Hand (Impfen als „Privatsache“) verhindern allerdings zunehmend, dass die „Erfolgsgeschichte“ der Schutzimpfung weitergeht.

Impfen muss daher für die österreichische Gesundheitspolitik wieder Chefsache werden: Nur eine hohe Durchimpfungsrate schützt die Bevölkerung effektiv (und durch die gestoppte Verbreitung auch Nichtgeimpfte) und bringt klare gesundheitsökonomische Vorteile. Es ist also wichtig, das Impfbewusstsein in Österreich wieder deutlich zu erhöhen. Das Forum Impfschutz fordert gemeinsame Anstrengungen aller Akteure im Gesundheitsbereich (Gesundheitsbehörden, Sozialversicherung, Gesundheitspolitik, Ärztekammer, Apothekerkammer), um höhere Durchimpfungsraten zu gewährleisten. Die notwendigen Durchimpfungsraten und Impfstrategien müssen gemeinsam mit Experten (Oberster Sanitätsrat) und der Politik definiert und die Umsetzung von allen beteiligten Akteuren forciert werden. Dafür ist insbesonders ein eindeutiger, gesetzlicher Auftrag für die Sozialversicherungen zur Prävention von Krankheiten unabdingbar.